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Im Zuge der voranschreitenden Digitalisierung und Technisierung der Arbeitswelt im Allgemeinen, aber auch der Immobilienwirtschaft, die sich nun langsam aber merklich mit gewissen Zukunftsthemen auseinandersetzt, wird das Management der Veränderungsprozesse immer wichtiger.

Das Team um Dr. Wagner & Partner von Value for Workplaces hat sich bereits frühzeitig mit relevanten Themen wie dem Change Management auseinandergesetzt. Lesen Sie dazu gerne eine Auswahl vorheriger Publikationen wie zum Beispiel „Change Management 101 – Kontrolle ist gut, Vertrauen ist besser“ oder „Change Management im technologischen Wandel – Wenn Arbeitsplätze redundant werden“.

Change Management ist ein Thema, welches in der Arbeitswelt polarisiert, da es ein Lager gibt, welches behauptet, dass künstliches Change Management niemals funktionieren könne und Wandel von sich aus geschehen müsse, während das andere Lager argumentiert, dass eine Firma nur dann erfolgreich innovieren kann, wenn sie sich dezidiert der Thematik widmet und dafür Ressourcen aufwendet.

Wachstum durch Wandel (Source: Pixabay)

Wachstum durch Wandel (Source: Pixabay)

Grundsätzlich sind wir der Meinung, dass ersteres Lager vielleicht bei jungen Startups oder extrem innovationsgetriebenen Geschäftsmodellen Recht haben könnte, die Komplexität des Wandels jedoch mit Skalierung zunimmt und Change Management auch dort von Vorteil sein könnte. In hierarchisch, klassisch top-down orientierten Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse nicht stetig innoviert haben, wie es in der Immobilienbranche der Fall ist, funktioniert es nicht ohne aktives Management des Wandels.

Change – Komplexer als gedacht

Fakt ist jedoch, dass leider über 80% aller digitalen Transformationen unternehmens – sowie industrieübergreifend scheitern, weshalb das Thema Change Management bzw. das Management von Digitaler Transformation besonderer Beachtung bedürfen. In diversen Analysen, praxisbezogenen Case Studies und akademischen Arbeiten kamen immer wieder ähnliche Prädiktoren für das Scheitern von Transformationsprozessen zu Tage.

Oftmals liegt es an einer unzureichenden IT-Infrastruktur, die es unmöglich macht mit allen Daten zu arbeiten oder Softwareprojekte zu realisieren, wobei sich dies „relativ“ leicht beheben lässt und eher finanzielle Ressourcen benötigt. Komplizierter ist die Behebung des Talentemangels und die Schaffung von Digitaler Kompetenz im gesamten Unternehmen, da gerade heute viele Mitarbeiter in höheren Positionen keine Digital Natives sind. Die Kur dafür sind interne Schulung, die Akquise digitaler Talente und im Extremfall auch der Abbau von Stellen, die den Wandel aktiv blockieren. Ferner sind finanzielle Ressourcen oft ein heikles Thema, da eine Digitale Transformation nicht bei Investment X zu Return Y führt, was gerade in Unternehmen der Finanz – und Immobilienbranche eine weitverbreitete Denke ist. Es muss daher eine Fehlertoleranz geschaffen werden, die eher als Lernkurve gesehen wird und anstatt finanziellen Return, Erfahrung und Lernen, setzt. Hinzu kommen weitere Faktoren wie die Unternehmenskultur, Arbeitsstrukturen, Arbeitsplätze und das Management.

Das Management – Nur so funktioniert Change

Dies ist für viele Mitglieder der C-Level Ebene ein leidiges Thema, da diese normalerweise eher delegieren und gewohnt sind, dass man ihre Weisungen befolgt, sie demnach ihren Wünschen anpasst. Schnell wird jedoch klar, dass gerade technologischer Wandel nur dann vom Erfolg gekrönt ist, wenn sich auch das Management entsprechend wandelt, sich digital schult und eine Vorbildfunktion für unsichere Mitarbeiter oder Digitalisierungsskeptiker darstellt.

Denn es wäre einfach nicht glaubhaft anzuordnen, dass sämtliche Dokumente digital bearbeitet werden sollten, während sich der Vorstand noch die Email ausdrucken lässt und keine Lust hat sich absolute Grundkenntnisse in algorithmischer Datenverarbeitung anzueignen. Das Argument, man habe gute Zuarbeiter und Experten im Team, zählt nicht, da das Management zumindest Grundkenntnisse haben sollte, um die präsentierten Informationen richtig einzuordnen und darauf basierende Entscheidungen zu treffen.

Im Idealfall sollte das Management von Personen geprägt sein, welche für die Thematik brennen, sich proaktiv dem Wandel stellen, Mitarbeitern Hilfestellung bieten, Angst vor dem Unbekannten nehmen und die mit fachlicher Kompetenz vereinen.

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