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Prom-Skulptur

Quelle: PROM des Jahres – Skultur für die Gewinner, PROM-Website

 

Wer sich beeilt, kann sich noch um den PROM des Jahres 2013 bewerben – Die Ausschreibungsfrist endet am 15. Juni 2013. Der Wettbewerb wird zum fünften Mal in Folge ausgeschrieben. Die Preisverleihung findet am 04. Dezember 2013 in Dortmund statt.

Der PROM des Jahres wird in zwei Kategorien verliehen: Für gewerblich genutzte sowie für öffentlich und sozial genutzte Immobilien. Darüber hinaus lobt die Jury einen Sonderpreis für beispielhafte Projekte und Lösungen bei Quartieren und Wohnanlagen aus.

Die Ausgezeichneten müssen auch ökonomisch, architektonisch, in punkto sozialer Integration und im Blick auf ihre Nutzerfreundlichkeit überzeugen.
Die Preisträger erhalten je 20.000 Euro sowie eine PROM-Skulptur. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in drei Stufen: Nach der Prüfung der Energieeffizienz-Daten werden in einer zweiten Verfahrensstufe die ökonomischen, in einer dritten die architektonischen und sozialen Kriterien bewertet.

„Die PROM-Preisträger sind die Schrittmacher der Energiewende in Deutschland. Auch im Wettbewerbsjahr 2013“, so Dr. Markus Mönig, Geschäftsführer der RWE Energiedienstleistungen GmbH und Mitglied der PROM-Jury.

Einzelheiten finden sich auf der PROM-Website

 

 



Bei Projektentwicklungen oder umfassenden Gebäudesanierungen fehlt es den potenziellen Mietern an Vorstellungskraft, wie Ihre Anforderungen in dieser Immobilie ideal umgesetzt werden können. Zu den standardtypischen Grundrissen bietet sich eine virtuelle Ergänzung an. Damit lassen sich per Klick Varianten in der Belegung darstellen und mittels Animation das Büro virtuell in 360° erleben – jetzt mit Kompasssteuerung auf dem iPad 2.

Tabletcomputer machen es möglich – es bedarf keines 3-Kilo-Computers mehr, das den Präsentationstermin zum Kraftakt werden lässt. Ein Tablet braucht nur selten eine Steckdose, kein Ladegerät und keine Maus. Es bootet nicht, sondern es ist sofort bereit. Während einer Präsentation streamt es das Bild kabellos an den Projektor. Während eines Dialoges lädt es unser Gegenüber zum zwanglosen spielerischen Kennenlernen unserer Entwürfe ein.

 

3D iPad Panorama

Quelle: 3D iPa-Panorama, 360° Raumeindruck + Grundrissübersicht zur Navigation, eigene Darstellung

Mit einem Kreuz auf dem Fußboden lässt sich der reale mit dem virtuellen Standpunkt verknüpfen. Nimmt man das iPad an dieser Stelle in die Hand, dreht sich mit dem Gerät auf Augenhöhe in die gewünschte Richtung, so wird der zukünftige Raumeindruck offensichtlich. Über interaktive Buttons lassen sich die Stand- und Blickpunkte wechseln. Ein Grundriss in der Geräteecke dient der Übersicht und der zusätzlichen Navigation.

 

Notwendige Daten

  • Relevante Grundrisse, Schnitte und Ansichten als DWG
  • Fotos des Gebäudes und der Flächen
  • Fotos aus dem Fenster als Hintergrund der Visualisierung

Vorgehensweise

  • Abstimmung aller Einbauten, Materialien, Möbel etc.
  • Erstellung 3D-Modell inkl. Texturen und Belichtung
  • Programmierung der iPad-Oberfläche inkl. Steuerung über Buttons im Grundriss
  • Einbindung Grundrisse

Ergebnis

Das interaktive 3D-Panorama läuft mobil auf einem iPad 2. Folgende Funktionen sind enthalten:

  1. Equirectanguläre Renderings in der maximalen Auflösung (8.192 x 4.096 Pixel)
  2. Bildausschnitt 360°: per Kompass oder Klick kann in alle Richtungen navigiert werden
  3. Grundriss im Regelgeschoss mit 3 Standpunkten. Der aktuelle Standpunkt ist besonders gekennzeichnet.

 

Eine sinnvolle Ergänzung zum 3D iPad-Panorama sind sogenannte Bird-Views. Nachdem das Modell einer Regelgeschossetage bereits angelegt wurde, ist mit wenig zusätzlichem Aufwand eine gute Übersicht des Regelgeschosses aus der Vogelperspektive zu erstellen. Bei Bedarf fragen Sie uns bitte an: info@wagnerandpartner.com

 

Flexibler und transparenter 3-bündiger Beispielgrundriss

 Quelle: Bird-View einer hochwertig ausgebauten Kombibüro-Etage, eigene Darstellung

 

Weitere Informationen zur Vermarktung von Immobilien finden Sie auch im Artikel Das Musterbüro – physisch oder digital?

 

 



2 Jahre Flurfunk

 

Wie schnell die Zeit vergeht – vor 2 Jahren sind wir mit der Idee einer Informations- und Austauschplattform für moderne Arbeitswelten an den Start gegangen. Seitdem haben uns über 70.000 Besucher gefunden. Dafür und die tollen Beiträge sowie Anfragen möchten wir DANKE sagen.

Was uns besonders interessiert hat, ist die Top 5 der Suchbegriffe, über die uns Besucher ansteuern:

  • Flurfunk (direkte Suche nach unserem Blog)
  • Chaos Schreibtisch (die Frage noch einer besseren Organisation und dem clean-desk Gedanken)
  • Worklife Balance (eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Freizeit/Familie)
  • Arbeitsplatz der Zukunft (die Erläuterung unserer Ansätze und Hilfestellungen)
  • Begegnungsqualität (eine bessere Gestaltung und Qualität der Zusammenarbeit im Büro)

Wir verbuchen keine Rekordzahlen an Besuchern pro Tag. Vielmehr begleitet uns eine stetig wachsende Anzahl an Begeisterten, die unsere detailliert recherchierten Fachbeiträge und Erfahrungen aus der Praxis schätzen.Mittlerweile haben wir über 120 Artikel zu Themen von A wie Arbeitswelten über I wie Immobilienwirtschaft bis zu Z wie Zellenbüro verfasst.

Gerne nehmen wir auch weiterhin Ihre Hinweise zu interessanten Aspekten auf; Schreiben Sie uns und bleiben Sie uns über Facebock oder Twitter treu.

Wir freuen uns auf die nächsten 2 Jahre im Dienste einer Arbeitswelt der Zukunft. Beste Grüße vom Autorenteam,

Dr. Roman Wagner und Jens Schneider

 

 

 

 

 



In der Organisationsentwicklung hat die Routine und Beständigkeit eine „schizophrene“ Natur. Zum einen manifestiert sie Stabilität und Kontinuität in den Aktivitäten der Menschen und Prozesse, dagegen ist sie auch Spiegelbild für das Alte, Abgeschliffene, Überholte – der wirkende Gegenpol der Veränderung! Bildlich gesprochen entfaltet dort ein Dauermagnet seine volle Wirkung: das kleinste Verrücken weg von der Ausgangsposition wird nahezu unmittelbar wieder zurückgeholt. Wünsche zur Veränderung reichen an dieser Stelle nicht aus, sonst bleibt alles so wie es ist! Ausschließlich Maßnahmen die nachhaltig und kraftvoll genug sind, bieten die Möglichkeit für eine Neuausrichtung (s. Artikel Change Management – der Wechsel von einem stabilen System zum anderen)

 

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Quelle: Vision Veränderung, Webseite der ICG Integrated Consulting Group GmbH

Wie sensibel muss man sich Wandel und Veränderungen nähern?

Auf der einen Seite gibt es tatsächlich Themen, die man nicht ändern sollte (vgl. Routinen als Gene der Organisation, Nelson & Winter 1982, Hodgson 2008), um erfolgreich zu agieren. Auf der anderen Seite gilt es behutsam Bereiche zu identifizieren und mit Aktionen zu belegen, die verändert werden sollten, nämlich dort wo sich Handlungsspielräume reduziert haben und Alternativen offensichtlich ausgelöscht sind.

Organisationale Routinen in Unternehmen sind das Fundament für effiziente Arbeitsprozesse und sind in der Lage ein schnelles und stabiles Wachstum zu sichern. Als sich wiederholende, kollektiv geteilte Handlungsmuster helfen sie kognitive Ressourcen einzusparen (Becker 2004):

Stellen Sie sich Firmenstrukturen vor, in denen es keine Standards oder bewährte Prozesse gibt! Jede Aktion und jedes Handeln müsste zuerst neu gedacht, erlernt und nachhaltig erprobt sein. Bewährtes entlastet den Einzelnen und vermittelt Sicherheit und Beständigkeit. Aktionen sind verzahnt und abgestimmt, arbeitsteiliges Handeln ist entwickelt, Störfaktoren sind bereits selektiert worden und die Qualität liegt auf einem hohen Niveau. Dadurch lässt sich Wissen verfestigen, Neues schnell erlernen und Effizienz sichern – im Gegensatz dazu: Innovation braucht Zeit, Überlegung und ist mit Anstrengung verbunden – Gerne geht man den Weg des geringsten Widerstandes, oder?

(Quelle/Bezug: „Organisationale Routinen – Ein Blick auf den Stand der Forschung – von Stephan Kaiser und Arjan Kozica; OrganisationsEntwicklung Nr.1/2013) 

In „die Macht der Gewohnheit“ von Charles Duhigg wird sehr faszinierend eine Kernbotschaft vermittelt, stereotypisierte Reaktionsweisen erläutert und der Begriff der Gewohnheit beschrieben: Dieser stellt einen Mechanismus dar, den es zu durchschauen, zu erkennen und zu beachten gilt. Der Zauber der Routine ist allgegenwärtig, prägt unser Fühlen, Denken und Verhalten.

Möchte man jedoch das sichere Fahrwasser verlassen und “Neues entdecken”, den Horizont erweitern, ist nicht nur ein ganzheitlicher Überblick, Erfahrung und Wissen erforderlich, sondern vielmehr das sensible Einfühlen in die beteiligte Besatzung. Gemeinsam gilt es die neuen Routen abzustecken und realisierbare Ziele zu setzen: Gelingt dies, entsteht Sicherheit und Vertrauen, wesentliche Bausteine auf einer erfolgreichen Expedition!

Lassen Sie uns aber einen Blick darauf richten, wie Verfestigungen und angelegte Prozesse entstehen, um noch besser zu verstehen, weshalb Widerstände so schwer zu überwinden sind. In der folgenden Abbildung veranschaulicht Georg Schreyögg, die Pfadabhängigkeit und die damit beschriebene Verengung des Handlungsspielraumes im Zeitablauf. Ab einem bestimmten Zeitpunkt prägen vergangene Entscheidungen die zukünftigen so intensiv, dass die Akteure sogar verstärkt auf die alten Muster zurückgreifen bzw. diese reproduzieren.

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Quelle: Phasen der Pfadentwicklung, Grafik von Sydow/Schreyögg/Koch 2009 graphisch adaptiert

Wie kann der Kanalisierung und Entstehung sogenannter Pfade entgegengewirkt werden?

Georg Schreyögg beschreibt: “Pfade sind das Ergebnis sozialer Handlungszusammenhänge und keine Naturgewalten“. Insbesondere aber dort wo innerhalb der Prozesse anfängliche Erfolge erzielt wurden und dadurch das Erfolgsmuster selbstverstärkende Überzeugungskraft entfaltet und zu immer mehr Reproduktion drängt, besteht die Gefahr der „Verkrustung“. Solche Muster entstehen auch viel schneller als weitläufig geglaubt – meist schleichend! Sogar in jungen und sehr flexibel aufgesetzten Unternehmen, dort sogar beschleunigt, so die Feststellungen. Dies geschieht sowohl im strategischen als auch im technologischen Aufbau.

Es gilt Alternativen aufzuzeigen („Pfadberechnung“), Abhängigkeiten zu reflektieren bzw. zu bewerten und parallele Aktionsfelder zu aktiveren – das „Framing“ von Handlungsmustern aufzuweichen!

(Quelle/Bezug: „In der Sackgasse – Organisationale Pfadabhängigkeit und ihre Folgen – von Georg Schreyögg, OrganisationsEntwicklung Nr.1/2013)
 

Das Betrachtungsfeld ist so breit angelegt, wie kaum ein anderes. Umfassende Analysen von Kognition und Psychologie lassen diverse Verhaltens-, Denk und Wahrnehmungsmuster von Menschen erklären. Warum denken und handeln wir anders, als wir eigentlich denken und handeln möchten? Daniel Kahnemann (Kognitionspsychologe), geboren 1934 in Tel-Aviv, gibt dazu hervorragende Antworten. Er gliedert in Systeme und beschreibt Zusammenhänge, erklärt dass es für Änderungsmaßnahmen meist oft zu spät ist und Probleme bereits allgegenwärtig sind, bevor sie Verhaltungsänderungen auslösen. Kennt nicht jeder eine solche Gemengelage aus seinem eigenen Umfeld und Aktionsradius?

Um ein sensibles Change Management vorzubereiten bedarf es an Erfahrung, Expertise und Einfühlungsvermögen.

Mehr dazu erfahren Sie in weiteren Artikel zu dieser Serie.

 

 



impulse, das renommierte Monatsmagazin für Unternehmer, wird mit sofortiger Wirkung Medienpartner vom „PROM des Jahres“.

In diesem Zusammenhang wird Jonas Hetzer, leitender Redakteur des Magazins, in die von Prof. Dr. Gerd Hauser geleitete Jury berufen. Der PROM des Jahres, ein bundesweiter Wettbewerb für energieeffiziente Immobilen, wird in zwei Kategorien verliehen: Für gewerblich genutzte sowie für öffentlich und sozial genutzte Immobilien. Darüber hinaus lobt die Jury einen Sonderpreis für beispielhafte Projekte und Lösungen bei Quartieren und Wohnanlagen aus. Die Ausgezeichneten müssen auch ökonomisch, architektonisch, in punkto sozialer Integration und im Blick auf ihre Nutzerfreundlichkeit überzeugen.

Die Preisträger erhalten je 20.000 Euro sowie eine PROM-Skulptur. Die Auswahl der Preisträger erfolgt in drei Stufen: Nach der Prüfung der Energieeffizienz-Daten
werden in einer zweiten Verfahrensstufe die ökonomischen, in einer dritten die architektonischen und sozialen Kriterien bewertet. Dr.-Ing. Markus Mönig, Geschäftsführer der RWE Energiedienstleistungen GmbH und Mitglied der Jury, kommentiert die Medienpartnerschaft mit impulse folgendermaßen: „Die Erhöhung der Energieeffizienz in Gebäuden, als Büro oder Produktionsstätte genutzt, ist nicht zuletzt eine unternehmerische Aufgabe. impulse und unser PROM des Jahres sprechen insofern eine gemeinsame Zielgruppe an.“



Auch Statussymbole unterliegen dem Wandel der Zeit. Am Besten lässt sich das am Beispiel des Autos ablesen. So machen junge Menschen immer später den Führerschein und legen zunehmend weniger Wert auf eine Mobilität im eigenen Auto. Der Trendforscher Peter Wippermann stellt fest: “Als die Maschinen Einzug in die Arbeitswelt hielten, wurden die Pferde nicht mehr als Nutztiere gebraucht, sondern mehr und mehr als Freizeittiere geliebt. Wer sich in Zukunft ein Auto leisten kann, wird es behandeln und nutzen wie sein bestes Pferd im Stall.”

Übertragen auf die Arbeitswelt lassen sich daraus zwei Dinge lernen. Erstens haben Statussymbole wie der persönliche Parkplatz in der Tiefgarage, ein Einzelzimmer, die eigene Assistentin oder sogar der persönliche Schreibtisch eine Halbwertzeit. Bei den voran genannten Beispielen dürfte der Zenith in den meistenUnternehmen bereits überschritten sein. Zweitens haben junge Menschen im Vergleich zur Vorgänger-Generation häufig andere Vorstellungen von der idealen Arbeitswelt. Die Oxygenz Studie der Firma Johnson Controls aus dem Jahre 2010 liefert interessante Ergebnisse zu der Frage, wie die junge Generation der 18 bis 25jährigen (Generation Y) in Zukunft arbeiten will. Etwa 73 % der 1.479 Befragten zwischen 18-25 Jahren bevorzugen eine sehr mobile und flexible Arbeitsweise. Der steigende Wunsch nach Mobilität wird insbesondere in großen Unternehmen zu einem immer stärkerem Einsatz von flexiblen Bürokonzepten  wie etwa dem Business-Club führen. Nach den Top 3 Faktoren für Ihre Produktivität gefragt, rangiert die Technologie und der Zugang zum Internet vor der Teamarbeit und dem Büroraum bzw. Arbeitsplatz (s. Artikel “Generation Y – wie die nächste Generation arbeiten will“).

 

Die größten Bürosünden und wie man sie verhindert

Quelle: Geliebte Akten – auch ein Statussymbol. Webseite sueddeutsche.de, Bild dpa-tmn

 

Wer glaubt, junge Menschen verfolgen in der heutigen Arbeitswelt keine Ziele und benötigen keine Statussymbole mehr, irrt. Der Zugang zum Internet, coole Gadgets wie ein Tablet und das Pflegen sozialer Netzwerke sind die heutigen Statussymbole – fast schon als Grundvoraussetzung an einen modernen Arbeitsplatz zu bezeichnen. Was der Generation Y aber überhaupt nicht passt, sind statische und stark hierarchisch organisierte Unternehmen – kein Pluspunkt im  war-for-talents. Mit althergebrachten Statussymbolen sind diese Menschen also nicht zu locken. Ganz im Gegenteil: Nicht vermittelbar ist das Festhalten der Kollegen an geliebten Prozessen, Statuten und ungeschriebenen Gesetzen im Unternehmen. Am deutlichsten wird das kurz vor einer Neuorganisation oder dem Umzug in ein neues Gebäude. Denn dann würde die Chance für einen Neubeginn bestehen, der aber oftmals an der Verteidigungsstellung der “Alten” scheitert. Hier ziehen die Jungen regelmäßig den Kürzeren, gute Ideen und Ansätze werden blockiert.

Dem Top-Management fällt in solchen Momenten eine Schlüsselposition zu: Einerseits zählt die Vision zur Veränderung, deren Beschreibung und Kommunikation in das Unternehmen. Andrerseits gilt es, dem Druck der Mitarbeiterschaft in Veränderungsprozessen standzuhalten. Durchaus auch mit dem Ziel, verkrustete Strukturen aufzubrechen und die Prozesse im Unternehmen neu zu ordnen. Mit der Neuordnung fallen häufig Statussymbole weg, insbesondere das mittlere Management ist betroffen. Junge Menschen wollen sehr eng im Team arbeiten und brauchen einen kurzen und direkten Draht zum Vorgesetzten. Um die Kommunikation zu verbessern und die internen Prozesse zu beschleunigen, sind Einzelzimmer mit Vorzimmer-Dame kontraproduktiv. Ein zweiter Monitor ist viel brauchbarer, als die Diskussion um die Notwendigkeit eines dritten Aktenschrankes am Arbeitsplatz. Eine wohnliche Lounge mit Begegnungsqualität und gutem Kaffee ist in Zukunft ebenfalls gefragter, als die Schreibtisch-Winkelkombination. Diese Aufzählung ließe sich noch weiter führen, der Punkt sollte klar geworden sein: Statussymbole des Einzelnen sind in modernen Arbeitswelten passé. Der Fokus liegt auf der Gemeinschaft und der Zusammenarbeit.

 

 

 

 

 



In aller Munde und viel diskutiert: Nachhaltigkeit! Mit dem Fokus auf Büroimmobilien lässt sich feststellen, dass Nachhaltigkeit nicht ausschließlich mit „Green“ in Verbindung gebracht werden darf. „Grüne Aspekte“ sind nur einige wichtige Bausteine für eine integrative Gesamtplanung, aber nicht der Weisheit letzter Schluss. Mit dem Blick auf den Nutzer, ist es ebenso wichtig, sämtliche betrieblichen und organisatorischen Prozesse in einer Büroimmobilie nachhaltig zu planen und umzusetzen (s. Artikel “Green Office – Potentiale im Büro“).

 

Quelle: Open Space mit zentralem Abfallmanagement und Papierreduktion (DMS),  Werner Huthmacher Photography 

 

Der erste Schritt liegt hierbei in der Verantwortung der Entwickler und Investoren. Bereits mit den ersten Ideen stellt sich die Frage nach der Integration der Immobilie in den urbanen Kontext:

  • Öffentliche Wahrnehmung des Gebäudes mit Öffnungen außen
  • Ausbildung von Zugängen und Plätzen mit Aufenthaltsqualität
  • Ruhe- und Rückzugsbereiches außerhalb der Gebäude
  • Integration sinnvoller Einrichtungen und Services (Cafés, Bibliotheken, Einkaufsmöglichkeiten etc.)
  • Verschmelzung von Arbeiten und Wohnen (kurze Wege, keine Notwendigkeit von Pkw-Nutzung etc.)
  • Anlieferung, Parken, Zutritt etc.

Immobilien müssen wahrgenommen, vielmehr aber angenommen werden – es bedarf einem sinnigen und sensiblen Ausdefinieren von Schnittstellen, so subtil, dass bauliche und funktionale Übergänge in den Stadtraum verschmelzen.

In den nächsten Schritten der Entwurfsplanung müssen die Zielgruppenanforderungen in den Gebäudeentwurf und die Fachplanung einfließen, d.h. Themen wie Gebäudetiefe, Be- und Entlüftung, Kühlung oder Fassadenraster marktkonformen, vielmehr zukunftsweisenden Nutzeranforderungen gerecht werden. Gelingt dies, lassen sich Vermarktungszeiten optimieren! Immer mehr Unternehmen – dabei vielfach mit internationaler Ausrichtung – haben Berater an Ihrer Seite und definieren klare Anforderungen, mit denen Sie den Immobilienmarkt professionell (auf hohem Qualitätsniveau) filtern. Entsprechende Kriterien gilt es in der Planung einer Immobilie also frühzeitig einzubinden.

 

Quelle: Gestaltete Zwischenräume fördern die Begegnungsqualität, Werner Huthmacher Photography

 

Lag der Fokus in den letzten Jahren verstärkt auf den “low hanging fruits” der Energieeffizienz („baulich/technisch-geführten“ Bauweise), rücken nun verstärkt die Bedürfnisse des Nutzers in das Blickfeld. Schließlich ist der Nutzer/Mieter einer Immobilie mit seiner Unterschrift unter einen Mietvertrag der Schlüssel zum Erfolg! Die wichtigsten Potentiale eines nachhaltig geplanten Bürokonzeptes etablieren sich nämlich in der Unternehmensorganisation. Büroräume müssen mannigfaltigen Nutzeranforderungen gewachsen sein, um den wechselnden kommunikativen und flexiblen Aktivitäten kommender Zeiten gerecht zu werden. Die Verlagerung hin zu einer Vertrauenskultur schafft in Unternehmen die Basis von Eigenverantwortung  und Identität – es muss eine Entwicklung weg von Kontrolle, Vorgabe und Fremdbestimmung sein! So lassen sich flexible Arbeitsplatzkonzepte einführen, die den einzelnen Büronutzer mit in die Verantwortung zur Schonung natürlicher Ressourcen nehmen (green behavior). Ein gezieltes Vorgehen, um weitreichender den Lebenszyklus einer Immobilie zu betrachten und den Spagat wirtschaftlichen Handelns mit einer Verpflichtung gegenüber nachfolgenden Generationen zu kombinieren.

 

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Quelle: Weitreichende Gestaltung für Wohlbefinden und Kreativität der Mitarbeiter, Chis Kister FotoDesign

 

Obwohl das „Büro“ umfangreiche Potentiale aktivieren kann, wird die Ganzheitlichkeit in Planung und Konzept vielfach ausgeblendet. Sie sollte weit über die Schreibtischkante und „die Grenzen“ der Immobilie hinausgehen und u.a. die folgenden sozio-kulturellen Aspekte widerspiegeln:

  • Unterstützung von Familien bei der Kinderbetreuung (integrierte Kita, Eltern-Kind-Räume etc.),
  • Aufhebung des Präsenzgedankens (Initiierung Home Office / Remote Arbeitsplätze, freie Arbeitszeitengestaltung, ergebnisorientierte Kulturen etc.)
  • Synergien durch Wegfall von Fahrzeiten und Mobilitätskosten (Einsparung von Ressourcen, Reduktion von PKW Pools und Stellplätzen etc.),
  • Bereitstellen von Auto- und Fahrradpools,
  • Einbindung von Unternehmen in kulturelle Angebote unserer Städte

Diese Maßnahmen können Beruf und Freizeit der Mitarbeiter verzahnen, schaffen Raum für Selbstorganisation, befreien von Zwängen und liefern letztendlich Mehrwerte durch gesteigerte Kreativität, Kommunikation und Innovationskraft.

Motivation für die Umsetzung eines sog. „Green Office“ finden Entwickler in der optimierten Vermarktung und der Chance auf eine höhere Rendite. Für Nutzer hingegen liegt die Erwartungshaltung auf reduzierten Betriebskosten, gesteigertem Image und vor allem auf der Produktivität der Mitarbeiter. Schließlich machen die Personalkosten über 80 % der Gesamtkosten eines Unternehmens aus – in die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu investieren, lohnt sich also ganz besonders. Erreichen lässt sich diese win-win Situation mit einer frühzeitigen Verzahnung aller notwendig Beteiligten – den Lebenszyklus einer Immobilie und den Nutzer im Blick.

Nur wer umfassend und mit Weitblick an die Planung und Umsetzung von Büroimmobilien geht, kann den vielfältigen Kriterien langfristig begegnen und Potentiale maximal heben – „Das Morgen bereits heute denken!”

 

 




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