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Dieser Blog richtet sich an alle Innovatoren, Entscheider und Querdenker der Immobilienbranche, die sich für Stadtplanung, Mobilität sowie mobile Technologien interessieren. Werden Sie noch heute Teil einer Gruppe von immobilienwirtschaftlichen Vordenkern, entdecken Sie Geschäftsfelder der Zukunft für Ihr Business Development und wappnen Sie Ihr Unternehmen für die Zukunft. – Zur Anmeldung

Ihrer immobilen Natur geschuldet, können sich Immobilien nicht dem schnellen technologischen Fortschritt anpassen, was sich nicht nur negativ auf die Stadtentwicklung, sondern auch auf die Gebäudeperformance, auswirken kann. Technologische Innovation ist in den letzten Dekaden, Moore’s Law entsprechend, exponentiell verlaufen, wohingegen der immobilienwirtschaftliche Fortschritt verhältnismäßig klein ausgefallen ist.

Der Handelsimmobiliensektor hat die disruptive Wirkung des E-Commerce zu spüren bekommen, da sich die Konsumgewohnheiten nachhaltig geändert haben. Welche Sektoren werden den Wandel als nächstes spüren? Wohnimmobilien, Infrastrukturimmobilien, Sonderimmobilien oder andere Gattungen der Gewerbeimmobilen, abseits des Handels?

Folgt man aktueller Trendforschung, dann werden Technologien wie 3D-Druck, Artificial Intelligence, Sensorik, Infinite Computing, Robotik und synthetische Biologie durch exponentielle Entwicklungen die Welt, wie wir sie jetzt kennen, verändern. Die New York Times – Bestseller Autoren sowie Serial-Entrepreneure, Peter Diamandis und Steven Kotler, unterstellen diesen Technologien eine dreifaltige Wirkung. Eine Entmonetarisierung von Produkten sowie Dienstleistungen, die durch technologischen Fortschritt redundant gemacht werden. Die Entmaterialisierung, sprich das Verschwinden, der entmonetarisierten Produkte und Dienstleistungen sowie die schlussendliche Demokratisierung, da sämtliche Innovationen, Moore’s Law zu Folge, an Wert verlieren und für die breite Masse zugänglich sein werden.

Bedarf es in 50 Jahren noch Fabriken, die Teile auf Werkbänken automatisiert herstellen oder wird der Prosument mit einem personalisierten Entwurf ins nächste Fablab gehen, um sich das benötigte Ersatzteil selbst 3D zu drucken? Wird es in Zukunft noch große Unternehmen geben, die eine Büroimmobilie mit eigenen Angestellten füllen oder wird ein Großteil der Aufgaben an die mobile Crowd im Homeoffice crowd-gesourced? Wird es noch Kraftwerke inklusive deren Infrastruktur geben oder werden nachhaltige Immobilien zu regenerativen, autark-operierenden Energieerzeugern, die automatisiert über ein Smart-Grid kommunizieren und Energie austauschen? Wie wird Mobilität in der Stadt der Zukunft aussehen? Artifical-Intelligence gesteuerte Elektroautos für den Individualverkehr oder doch ein gänzlich neues, öffentliches Verkehrsnetz für Jedermann?

Die Liste dieser Fragen könnte infinit ergänzt werden, jedoch lassen sich viele Antworten mit jetzigem Wissenstand und hiesiger Innovationscheue noch nicht präzise beantworten. Deshalb ist es umso wichtiger sich in einem angenehmen Rahmen mit diesen, und weiteren, Themen auseinanderzusetzen, um nicht prägende, disruptive Trends der Zukunft zu verschlafen.

Im Rahmen des 2. Green Lunchs werden wir dezidiert die zukünftige Entwicklung von Mobilität und mobilen Technologien mit ihren Implikationen für die Immobilienwirtschaft diskutieren. Die Diskussion soll zum einen von Prof. Dr. Andreas Knie, Geschäftsführer der InnoZ GmbH, welche mit renommierten Partnern aus Wissenschaft und Industrie an zukunftstauglichen Mobilitätslösungen arbeitet, angeregt werden. Zum anderen wird Denise Schuster, Geschäftsführerin von Unser Parkplatz, einen spannenden Impulsvortrag zum Thema Mobilität der Zukunft halten. Wie schon beim vorherigen Green Lunch wird die Diskussion von Dr. Wagner moderiert werden, welche unter dem Slogan Value for Workplaces innovative Arbeitswelten konzipieren und realisieren.

Alpha-Rotex
Alpha-Rotex in FFM, Mieter Schenker AG

Im Rahmen des 2. Green Lunchs in Frankfurt am Main (Do. 18.06.2015 | 14 Uhr | Alpha Rotex – Schenker AG | Edmund – Rumpler – Str. 3) sollen diese Themen diskutiert werden, wobei das Netzwerken nicht zu kurz kommen wird. Um einen persönlichen Rahmen gewährleisten zu können, wurde die Veranstaltung für 40 Personen ausgelegt, weshalb sich eine schnelle Anmeldung lohnt!

Wir freuen uns auf Sie am 18.06.2015 beim 2. Green Lunch in Frankfurt.

Ihr Team von Dr. Wagner & Partner

Health, Wellbeing & Productivity in Offices – The next chapter for green building ist der Titel einer neuen Studie des World Green Building Council. Bereits beim Lesen des Titels wird evident, dass sich die Definition von Nachhaltigkeit gewandelt hat. So wird nun nicht mehr alleinig die nachhaltige Performance des Gebäudes bewertet, sondern die Wirkung des Gebäudes auf seine Nutzer. Nachhaltig ist somit nicht nur eine gute ökologische Bilanz, sondern ein gesunder und glücklicher Gemütszustand. Ist dies die Zukunft?

Ein kurzer Überblick

Lange Zeit schien es unmöglich den Mehrwert eines Investments in ein Greenbuilding und die Auswirkung auf die Gebäudenutzer zu quantifizieren. In dieser Studie soll der erste Schritt unternommen werden, indem ein Modell vorstellt wird, welches Entwicklern sowie Nutzern ermöglicht die Auswirkungen eines Green Buildings auf die Gesundheit,  das Wohlbefinden und die Produktivität der Angestellten zu messen.

Der bisherige Wissenstand war, dass man lediglich stichhaltige Unterschiede zwischen Immobilien feststellen konnte, die negative Faktoren vermeiden und welchen, die aktiv versuchen positiv auf Gesundheit und Wohlfinden sowie Produktivität zu wirken.

Diese Studie konnte zeigen, dass das Design eines Gebäudes signifikante Auswirkungen auf das Wohlbefinden der Gebäudenutzer haben kann, wobei Tageslicht, Akustik, Raumschnitt, Ausstattung, Lage, Ausblicke sowie Begrünungen untersucht wurden.

Der Zusammenhang mag für viele Leser einleuchtend und selbsterklärend sein, jedoch wurde dieser bis dato nicht in finanzmathematische Modelle transferiert. Sinnhaft wäre ein derartiges Modell sowohl bei einer Developmentkalkulation, einer Investmentbewertung sowie der Bestimmung der Miete.

Wieso sich ein Green Building lohnen würde – Die finanzmathematische Ratio

Da Gehälter und Zusatzleistung 90% der laufenden Kosten ausmachen, kann es sich lohnen diese Kosten zu senken indem die Produktivität gesteigert und die Ausfallquote gesenkt wird. Sollte dies eine nachhaltige Immobilie bewerkstelligen können, würde sich das Investment auch finanzmathematisch lohnen.

 

Laufende Kosten - (Quelle: World Green Building Council)

Laufende Kosten – (Quelle: World Green Building Council)

 

Eine PWC Studie aus dem Jahr 2011 setzt die Kosten für Präsentismus für den deutschen Arbeitsmarkt mit 225 Milliarden Euro pro Jahr fest, wobei die Kalkulationsgrundlage von der nachfolgend genannten Zahlen abweicht. In dieser Studie wurden nicht nur die Kosten für die einzelnen Unternehmen eingepreist, sondern die negative Wirkung auf die Gesamtwohlfahrt. Es wird jedoch ersichtlich, dass die Kosten einer unproduktiven oder gar erkrankten Belegschaft signifikant sind und selbst eine geringe Verbesserung finanziell lohnend ist.

Die durchschnittliche Abwesenheitsrate im privaten U.S. Sektor liegt bei 3% pro Mitarbeiter, was zu $2,074 Kosten pro Jahr und Mitarbeiter kostet. Im öffentlichen Sektor liegen die Kosten bei $2,502. Gemütszustandsinduzierte Produktivitätseinbußen, Abwesenheit sowie die Anstellungskosten für neue Mitarbeiter belaufen sich im Vereinigten Königreich auf 30 Milliarden Pfund. In Australien belaufen sich die Kosten auf 33 Milliarden Dollar im Jahr.

 

Key Findings der Studie

Zu beachten ist, dass diese Studie bzw. die zu Tage gebrachten quantiatativen Zusammenhänge sowie Hypothesen nicht global gleich sind, sondern, dass räumliche, klimatische und kulturelle Parameter die Gleichung erheblich beeinflussen können. Es gibt demzufolge keinen One size fits it all – Approach.

  • IAQ, sprich die Indoor Air Quality, gemessen an einer geringen Konzentration von CO2 und Feinstaub, sowie einer guten Luftzirkulation kann die Produktivität zwischen 8-11% erhöhen. Dieses Ergebnis ist nicht allgemeingültig, jedoch kann tendenziell eine positive Korrelation zwischen IAQ und Produktivität ausgemacht werden.
  • Auch Temperatur ist ein wichtiger Faktor, wohingegen noch nicht statistisch signifikant eine genaue Produktivitätssteigerungsrate berechnet werden konnte, da die Temperatur nur schwer von der IAQ zu differenzieren ist. Der aktuelle Stand der Forschung postuliert eine 4% Produktivitätssenkung bei kälteren Temperaturen als 21C und 6% bei wärmeren Temperaturen als 23C. Dieses Ergebnis ist aber noch nicht belastbar. Es konnte gezeigt werden, dass individuelle Kontrolle über die Temperatur am Arbeitsplatz eine prozentual einstellige Produktivitätssteigerung bewirken kann.
  • Ebenso spielt die Beleuchtung der Arbeitswelt eine entscheidende Rolle, wobei noch nicht eindeutig festgestellt werden kann, welche Faktoren die Produktivität im Zusammenhang mit Beleuchtung wie beeinflussen. Klar scheint zu sein, dass die individuelle Kontrolle ein Faktor ist. Es kann jedoch nicht klar differenziert werden inwiefern Tageslicht oder der eigentliche Ausblick aus dem Fenster für eine Steigerung der Produktivität bzw. des Wohlbefindens verantwortlich ist. Die Variablen Tageslicht und Ausblick erklärten 6.5% der Varianz von Fehltagen.
  • Unter dem Begriff Biophilie, welcher vom Soziobiologen Edward Wilson geprägt wurde, versteht man die natürliche Liebe vom Menschen zur Natur, was sich in der Bauwirtschaft auf begrünte Raumflächen und Naturnähe übertragen lässt, die gerade das psychische Wohlbefinden der Gebäudenutzer positiv beeinflussen soll.
  • Lautstärke könnte als Herzbergscher Hygienefaktor kategorisiert werden, der in einem produktiven Arbeitsumfeld vermieden werden sollte. Dies steht insbesondere im Widerspruch zu Open Floor Planning wie es in Großraumbüros oder Co-Working Spaces vorzufinden ist. Bei Letzteren ist jedoch anzunehmen, dass die Nutzer gezielt die laute sowie kreative Atmosphäre wünschen, weshalb dort Produktivitätseinbußen geringer ausfallen müssten. 66% Performanceeinbußen bei störendem Lärm entsprechen dem aktuellen Forschungsstand, wohingegen 99% aller Gebäudenutzer Hintergrundgeräusche wie Telefone oder Gespräche als störend empfinden.
  • Erwiesenermaßen beeinflusst die Raumgestaltung bzw. der Schnitt und die Größe der Räume das Arbeitsumfeld in vielerlei Hinsicht, weshalb es aber wenig quantifizierbare Erkenntnisse in diesem Bereich gibt. Flexibilität, Home Office und Telearbeit wurden ebenfalls in diesen Parameter inkludiert. Tendenziell ließ sich aufzeigen, dass in Deutschland Flexibilität Mangelware im Arbeitsalltag zu sein scheint.
  • Auch kann die subjektive Bewertung der Immobilie durch Angestellte im Bereich „Look & Feel“ eine wichtige Rolle spielen, die sich jedoch weder verallgemeinern noch quantifizieren lässt.
  • Aktives Design und Bewegung haben nicht nur eine positive Auswirkung auf die physische sondern auch die psychische Gesundheit, weshalb Zusatzleistungen wie Fitnessstudios, Fahrradaufbewahrung und Grünflächen die Anzahl der Fehltage reduzieren können.
  • Ein ebenso nicht zu unterschätzender Faktor im Bereich der Zusatzleistungen, ist das Angebot einer Kinderkrippe, da die Kinderversorgung oft der entscheidende Faktor zwischen Arbeit und Fehlen ist, weshalb die finanziellen Konsequenzen erheblich sind.

 

Der Weg zum Modell

Die Kernfrage, die es zu beantworten gilt, ist: Wie beeinflusst mein Gebäude meine Mitarbeiter?

3 Wirkungsdimensionen eines Green Buildings (Quelle: World Green Building Council)

3 Wirkungsdimensionen eines Green Buildings (Quelle: World Green Building Council)

 

Um diese Frage zu beantworten, ist es nicht nur essentiell ein Modell zu entwickeln, sondern dieses Modell mit Daten anzureichern, weshalb Unternehmen Daten erheben sollten, die helfen Rückschlüsse zwischen den Beziehungen ziehen zu lassen.

 

Was Sie konkret machen können, um die Wirkung Ihres Gebäudes auf die Nutzer messen zu können

Es wäre ratsam folgende Daten zu erheben

Finanziell 

  • Absenz: Tage bzw. Stunden krankheitsinduzierter Absenz pro Jahr
  • % von Festangestellten, die das Unternehmen im Jahr verlassen
  • Umsatz pro Abteilung/Team, Umsatz pro Gebäude bzw. Gebäudeabschnitt und/oder Umsatz pro Arbeitnehmer
  • Kosten für medizinische Versorgung (Versicherungen etc.)
  • Anzahl der medizinischen Beschwerden, die auf den Arbeitsplatz zurückzuführen sind
  • Beschwerden (Anzahl und Art) à Lautstärke, Temperatur, Beleuchtung etc.

Wahrnehmung

Um die abstrakten Daten des oberen Abschnitts mit Leben zu füllen wäre es sinnvoll qualitative Befragungen der Mitarbeiter durchzuführen. Diese Befragungen sollten das individuelle Wohlbefinden der Mitarbeiter eruieren.

Die Bewertungspyramide (Quelle: World Green Building Council)

Die Bewertungspyramide (Quelle: World Green Building Council)

 

Physisch

Auch können Sie vor Ort Tests durchführen, die die folgenden Punkte untersuchen

  • Beleuchtung
  • Luftqualität
  • Temperatur
  • Laufwege
  • Raumaufteilung
  • Umgebung und Aussicht
  • Zusatzleistungen (Fitnessstudio, Kantine, Grünflächen, Kinderkrippe)
  • Anbindung

 

Das Problem in der Praxis

Oftmals besitzen Unternehmen bereits viele jener Daten, haben sie jedoch noch nicht aggregiert und sinnhaft ausgewertet. Wichtig ist hierbei auch die Zusammenarbeit von Facility Management, Finanz – und HR-Abteilung, die die Daten gemeinschaftlich auswerten sollten, um diese korrekt zu interpretieren.

Interne Zusammenarbeit (Quelle: World Green Building Council)

Interne Zusammenarbeit (Quelle: World Green Building Council)

 

Ein Appell zum Green Building

Die Wirkungskette eines Green Buildings ist durchwegs positiv, da sich eine nachhaltige Gebäudeentwicklung auf die Gesundheit auswirken kann, wodurch Stress, Kopfschmerzen, Augenprobleme, Müdigkeit oder Rückenbeschwerden gemildert werden, was sich wiederrum auf das wahrgenommene Wohlbefinden auswirkt. Das selbstwahrgenommene physische Wohlbefinden hat ebenso eine positive Rückkopplung zum wahrgenommenen psychischen Wohlbefinden. Quasi eine Win-Win Siuation.

Durch den Mehraufwand in der Entwicklung wird auch das Unternehmen von den Mitarbeitern besser wahrgenommen, weshalb das gesamte Arbeitsumfeld in einem besseren Licht steht und die Produktivität gefühlt wie auch real zunimmt.

Finanziell lohnt es sich für ein Unternehmen in vielerlei Hinsicht, sich mit der Green Office Thematik zu beschäftigen, da die Absenz, Präsentismus, Kündigungen, Kosten für medizinische Behandlungen uvm. signifikant abnehmen

Schlussendlich führt dies aber nicht nur zu niedrigeren Kosten pro Mitarbeiter, höherer Mitarbeiterloyalität und größerer Produktivität, sondern verbessert den Ruf der Firma was sich auf Marketing und Employer-Branding niederschlägt.

Es gibt bereits einige Benchmarking und Bewertungsmodelle für Arbeitsplätze wie den Leesman Index, die Building Use Studies Methodology, CBE Berkeley oder den WELL Building Standard, jedoch kann auch eine eigene Studie intern angefertigt werden. Einen dezidierten Guide hierzu finden Sie in der Studie oder Sie fragen einfach uns, das Team von Dr. Wagner & Partner – Value for Workplaces. Wir helfen Ihnen gerne!

Besonders freuen wir uns jedoch, wenn wir Sie am 2. Green Lunch in Frankfurt am Main (18.06.2015) begrüßen dürfen, wo wir uns in entspannter Atmosphäre über das Thema „Mobile & Mobility“ austauschen werden, ein Punkt der im Rahmen der Studie kritisch, für den deutschen Immobilienmarkt, hervorgehoben wurde. Für die Veranstaltung registrieren Sie sich am besten hier.

 

Wer kennt ihn nicht, den Rückenschmerz, die chronische Volkskrankheit der Generation „Schreibtischarbeit“. Ergotopia hat in einer interessanten Infographik aufgezeigt, dass 70% aller Deutschen mindestens einmal im Jahr Rückenschmerzen haben. 12% leiden an chronischen Rückenschmerzen.

Die Ursachen sind vielfaltig. So können unter anderem falsche Bewegungsmuster, einseitige Belastung, übermäßiges Sitzen, schlechte Körperhaltung, Bewegungsmangel und/oder eine schlechte Arbeitsplatzgestaltung Rückenschmerzen verursachen. Da der durchschnittliche Schreibtischarbeiter 9.6 Stunden sitzend verbringt, wird klar, dass eine Vielzahl der oben genannten Faktoren in unserer heutigen Arbeitswelt gegeben ist.

In der folgenden Graphik sehen Sie, an welchen Körperstellen der Schmerz einsetzen kann. Die Wahrscheinlichkeit liegt bei 80%, dass Sie an einer dieser Stellen bereits schmerzen hatten, haben oder haben werden.

 

Wo schmerzt es besonders? (Quelle: Infographik von Ergotopia)

Wo schmerzt es besonders? (Quelle: Infographik von Ergotopia)

 

Rückenschmerzen sind nicht nur ein Problem für das betroffene Individuum, sondern auch für die Volkswirtschaft. Die jährlichen Kosten für Operationen und Arztbesuche des Rückens wegen belaufen sich auf € 22,5 Milliarden. Hinzu kommen nochmal € 26,4 Milliarden, die sich aus Fehltagen, Arbeitsunfähigkeit sowie Frühverrentung zusammensetzen.

Es lässt sich also konstatieren, dass es sowohl im Interesse der Bevölkerung als auch des Staates ist rückenfreundliche Arbeitswelten zu schaffen und dem Problem nicht nur durch symptomatische Behandlung Herr zu werden.

Bevor es jedoch zu einem sachdienlichen Wandel der Arbeitswelten und der Arbeitsabläufe kommen wird, werden noch einige schmerzvolle Jahre vergehen. Deshalb stellt sich die Frage: Was kann ein Individuum tun, um Rückenschmerzen zu verhindern?

Allgemein bekannte Ratschläge beinhalten Bewegung, Arbeit am Stehtisch, Rückenmuskulatur stärkende Fitness, Stressvermeidung und eine bewusst bessere Körperhaltung. Folglich gibt es unterschiedliche Empfehlungen und eine nicht unerhebliche Menge an Rückenexperten. Deshalb hat das Value for Workplace-Team um Dr. Wagner & Partner drei unabhängig organisierte TED Events gesichtet, bei denen es um die Vermeidung von Rückenschmerzen ging.

 

 

Esther Gokhale, eine rücken-spezialisierte Harvard Absolventin, die auch die Angestellten von Google oder Facebook zu Ihren Klienten zählt, widerspricht der oft zitierten Meinung, dass man unbedingt aufrecht sitzen muss. Sie vertritt die Meinung, dass es auf eine adäquate Beckenhaltung ankommt. Die optimale Haltung entspricht unserer ursprünglichen Beckenhaltung, die auch heute noch bei den nicht industrialisierten Ureinwohnern z.B. in Borneo gefunden werden kann. Dabei ist das Becken nach vorn gekippt sodass die Silhouette des Beckens und des Oberkörpers an ein „J“ erinnert.

 

 

William S. Marras, Direktor des Biodynamics Laboratory und Spine Research Institute an der Universität Ohio, erläutert das Rückenschmerz der häufigste Grund ist einen Physiotherapeuten aufzusuchen. Ferner verursachen Rückenschmerzen $ 100 Milliarden an Kosten pro Jahr. Hier geht es um die Kräfte die auf die Wirbelsäule wirken, wenn man schwere körperliche Arbeit verrichtet. Seine Forschungen zeigten auf, dass eine schwere körperliche Arbeit zu Mikrorissen an den Bandscheiben führen kann, die von Narbengewerbe überzogen werden und somit die Nährstoffversorgung von Teilen der Wirbelkörper unterbrechen. Dies würde bedeuten, dass Schreibtischarbeit schonender ist. Jedoch ist dies ein Trugschluss da ein ungesund hohes Körpergewicht ebenso zu einer überproportional hohen Beanspruchung der Wirbelkörper führt und durch sitzende Tätigkeit verstärkt wird.

 

 

Dr. Eric Goodman, Gründer von Foundation Training, spricht auf dem TEDx AmericanRivera über unsere Fähigkeit selbst seine Rückenschmerzen zu kurieren. Er kritisiert, dass Ärzte oft nur die Schmerzsymptome bekämpfen, anstatt die Bewegungsabläufe anzupassen, sodass der Körper sich zu regenerieren vermag. Sitzen, ist oft eine Ursache hierfür. Eine kurze Übung dazu finden Sie im Video.

Die medizinischen Erkenntnisse der Rückenschmerzforschung wurden unter anderem von der University of California in Davis für das Human Resources Team intern zusammengefasst und ein Test erstellt, mit dem man seinen Arbeitsplatz testen kann. Den Test finden Sie hier. Die Society For Human Resource Management in den USA adressierte das Problem in einer Studie und zeigte auf, dass sich die Produktivitätseinbußen für 100 Angestellte in einem Unternehmen auf $ 51.400 pro Jahr belaufen. Auch die HR Abteilung der University of Alberta hat ein Back Care Program ins Leben gerufen, um vorbeugend Einfluss auf das Rückenwohl der eigenen Belegschaft zu haben. Eine gesundheitsfördernde Arbeitswelt ist demnach nicht nur wichtig für Produktivität, eine glückliche Belegschaft, sondern auch für das Employer Branding (Lesen Sie dazu auch Was wäre wenn – wir nur Stehtische im Büro hätten?)

Sollte Ihr Unternehmen auch aktiv werden wollen und Hilfe bei der Schaffung einer guten Arbeitswelt benötigen, dann wenden Sie sich einfach das Team von Value for Workplaces. Wir helfen Ihnen gerne und wünschen Ihnen ein gesundes Arbeiten!

 

 

 

Auf der Seite IndustryStock haben wir eine Infografik gefunden, die mit einem Augenzwinkern betrachtet werden sollte. Sie präsentiert 8 todsichere Tipps, wie man seine Produktivität am Arbeitsplatz effektiv im Keim erstickt.

Zum Thema Produktivitätssteigerung und Zeitmanagement gibt es unzählige Bücher und Ratgeber, die je nach Sichtweise des Autors zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Daher macht die umgekehrte Betrachtungsweise mehr Spaß …

 

8-Tipps zur Produktivitätssteigerung

8-Tipps zur Produktivitätsvernichtung (Source: IndustryStock)

 

 

 

 

Today, at the day of writing, is April Fool’s Day, which is for Dr. Wagner & Partner a reason to take a step back from earnestness and to bring a portion of humour into our beloved Flurfunk-blog. During the last busy weeks we researched heavily about the needs of startups regarding adequate workspaces and even worked on a marketing pitch for the Mars One project.

 

Food_Truck

Food Truck of Street Sweets in London (Source: Wearehorecar.nl

 

After finishing our last article I was exhausted and hungry, so I decided to do one of the most German things you could imagine: Go to a Hähnchengrill, a food truck stuffed with grilled chicken, potato salad and x-large pretzels. This inspired the new column ‘Funny Workspaces’ whereby the first workspace should be a food truck.

We sat down and asked ourselves how we could best tell a story about this workspace we all know and have in each culture. Usually we do not even actively notice the presence of the food truck when we pass them in a parking lot or a busy street. Except we are hungry or crave some savoury food after a night out. Students know what I speak about.

 

Funny Object as Food Truck (Source: BaconToday)

Funny Object as Food Truck (Source: BaconToday)

 

And isn’t it fascinating that this food on wheels concept emerged in every culture around the globe? Some have still rolling carts, others have a bicycle to change locations or a real petrol fuelled food truck. Street food has a democratising touch wherever you go, because you can spot diplomats, bankers, builders or homeless people standing in the same queue waiting for their food.

Even Nobel Peace Prize winner Prof. Muhammad Yunus, father of the micro credit concept, mentioned the economic significance of this small business concept. During his talk at the University of Regensburg, he told that some of his first micro credit investments were given to women who wanted to offer food on wheels. Years later he was one of the most prominent and wealthy social entrepreneurs of all time by single-handedly revolutionising the credit system in developing countries.

The concept is dead-simple, because one only needs an amazing dish, a food truck and a place where you could park it. Funny about the workspace food truck might be people you meet and story they tell, but it is a very hard and tough job. Of course there are success stories like the one of Mustafas Gemüse Kebap in Berlin, but these are rare. And something else is outstanding: The productivity of each squaremeter! In office buildings people demand for at least 8 m² whereas in a food truck there is just 2 m² to do all the job. And in a chicken-gill the temperature raises above 40°, all day long. People in an office building often complain about 25 ° in summertime (s. Article „Was ist eigentlich eine Gefährdungsbeurteilung?„). Is that fair?

 

Hot – hard job in a chicken grill. (Source: In-online.de)

 

The rapidly changing business environment paired with a more hedonistic approach on life constantly increased the standards for workspaces. On the one hand you can find stylish co-working spaces with community areas or even basketball-fields. On the other hand you can find green, spacious offices in fancy skyscrapers with good air-conditioning, if you have an employer who is keen on employer branding. Somehow these conventional workspaces are positively developing, while certain workspaces stay as tough as they were. Dr. Wagner & Partner think that it would be possible to ameliorate most of these mobile workspaces with a relatively small capital investment for a higher convenience level in return.

Since we know how tough the business is, we want to offer a discount for our service for 10 hard-working food truck companies, who want to know how to make the most of their precious workspaces. Just send us an email under info(at)wagnerandpartner.com and put ‘Food Truck’ in the subject. This is not an April’s fool, we promise.

In case you liked the story of this extraordinary workspace, share and like us on Facebook and make sure to post your idea for the next funny workspace in the comment section.

 

 

 

Wir haben die Studie mit großem Interesse gelesen! Hier eine kurze Zusammenfasung der wichtigsten Motive, Erwartungen und Hemmnisse bei der Einführung umweltfreundlicher Maßnahmen in der Gestaltung von Büroarbeit:

Die Definition von Nachhaltigkeit und nachhaltiger Entwicklung 1987 durch die World Comission on Environment and Development umfasst drei Bereiche: der ökologische Aspekt, die soziale und die ökonomische Perspektive. Diese drei Dimensionen sind eng miteinander verbunden und stellen uns in einer Zeit, in der das Bewusstsein für den Klimawandel, die Endlichkeit natürlicher Ressourcen und das starke Wachstum der Weltbevölkerung einhergehen mit dem Streben nach Wohlstand und Erfolg vor eine große Herausforderung. Bevölkerung, Politik und Unternehmen sind gleichermaßen betroffen und gefordert, dauerhaft verantwortungsvoll, also nachhaltig zu handeln.

Die „Green Office“- Studie 2014 zeigt anhand vielfältiger Beispiele, welchen aktuellen Stellenwert die nachhaltige Gestaltung von Arbeits- und Büroumgebungen in Unternehmen hat. Sie zeigt auch, welche konkreten Maßnahmen die Unternehmen bereits realisiert haben, planen oder nicht vorsehen und welche Motive oder eben Hemmnisse es bei der Einführung von nachhaltigen Maßnahmen gibt. Der Fokus liegt auf den Bereichen Bürogestaltung, IT- und Kommunikationstechnik und Nutzerverhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass eine umweltfreundliche Bürogestaltung in den nächsten zwei bis drei Jahren deutlich zunehmen wird.

Eine wichtige Komponente ist bereits heute Green IT und wird in den nächsten zwei bis drei Jahren um weitere 16 Prozentpunkte steigen.

http://www.der-flurfunk.de/wp-content/uploads/2015/04/Scan-Green-IT-groß-bearbeitet-2-e1429771380612.jpg

Quelle: Fraunhofer IAO, Studie Green Office, 2. Auflage

Zudem ist über die Hälfte der Teilnehmer bereit, höhere Investitionskosten für umweltfreundliche Lösungen in Kauf zu nehmen, da langfristig mit Kosteneinsparungen gerechnet wird. Die folgende Abbildung macht deutlich, dass Unternehmen auch im Hinblick auf Immobilien zunehmend Wert auf Umweltfreundlichkeit legen. Dieser Aspekt wird in Zukunft ebenfalls weiter an Bedeutung gewinnen.

http://www.der-flurfunk.de/wp-content/uploads/2015/04/Scan-Green-Office-Grafik-Green-Building-Kopie-e1429772210968.jpg

Quelle: Fraunhofer IAO, Studie Green Office, 2. Auflage

Ebenso wichtig wie das Engagement der Unternehmen ist der Beitrag der Mitarbeiter, insbesondere da die Maßnahmen in diesem Bereich sehr kostengünstig umgesetzt werden können. Fazit: Die Nachfrage nach innovativen, zukunftsweisenden und nachhaltigen Produkten für die Büroarbeit und die Infrastrukturen ist in Deutschland bereits hoch und wird weiterhin ansteigen. Die Ergebnisse belegen, dass in diesem Bereich noch ein enormes Potenzial vorhanden ist. Denn obwohl sich die Unternehmen und insbesondere die Führungskräfte der Bedeutung von Nachhaltigkeit bewusst und auch dazu bereit sind, entsprechende Maßnahmen durchzuführen, wurde die umweltfreundliche Gestaltung von Büroarbeit noch nicht flächendeckend eingeführt. Das ist eine Chance, die sowohl Anbieter als auch Nutzer verstärkt ergreifen müssen. Dazu brauchen wir innovative Lösungen der Anbieter, während gleichzeitig die Nutzer die Wirtschaftlichkeit ihres Unternehmens langfristig sicherstellen können.

Wenn wir umweltfreundliche Maßnahmen in der Gestaltung von Büroarbeit erfolgreich umsetzen wollen, brauchen wir ein ganzheitliches Konzept, bei dem ökologische Aspekte eng verknüpft sind mit ökonomischen Kriterien wie Flächeneffizienz und Produktivität im Büro auf der einen Seite und gleichzeitig mit sozialen Belangen wie Flexibilität, Kommunikation, Wohlbefinden und Motivation. Abschließend lässt sich feststellen: Die Büro- und Arbeitswelt wird nachhaltiger und wirkt sich positiv auf die Begegnungsqualität in Unternehmen aus. Denn die Gestaltung von umweltfreundlichen und zukunftsweisenden Arbeitsumgebungen ist ein wichtiges Instrument, um den steigenden Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen erfolgreich zu begegnen. Lesen Sie dazu gerne auch unseren Beitrag Green Office – Potentiale im Büro

Dr. Wagner & Partner took a closer look at the booming co-working movement and asked startup communities around the world what they would love to have in a co-working space. The biggest discussion erupted in the London based startup community, which could be traced back to the high demand for co-working spaces in London. Europe’s financial capital is not only the biggest startup community in Europe but also the most expensive place to set up a new business, let alone renting an own office, which makes co-working very popular among London’s entrepreneurs. These facts, paired with the upcoming lean startup philosophy and bootstrapped business processes, make co-working spaces the only viable option for a startup in need for office space.

The Perfect Co-working Space

It became obvious that a co-working space should offer much more than just a desk, chairs and free internet, because entrepreneurs want not only to pay for a working space but for a striving, like-minded and inspiring community space, which “goes the extra mile” and is not overpriced.
Talking about price, it became clear that most entrepreneurs prefer one fixed price per desk per week or month, instead of flexible tariffs where one has to pay extra for internet, telephone, toilets, kitchens or other amenities. Lease contract flexibility is also very important for every entrepreneur, which is why monthly or even weekly leases would be the best option. The shorter the lease contracts are, the higher the fluctuation might be, which could also harm the community and pose a potential threat to the good atmosphere. This shows, that setting up a co-working space is a long road paved with manifold trade-offs, because entrepreneurs are creative minds who all have their own individual wishes and ideas about an ideal co-working space.

 

The Perfect Co-working Space for Startups (Source: Viktor Weber)

 

The bottom-line and most basic co-working space should thus offer not only high speed internet, flexible lease contracts, desks and comfortable chairs, but also quiet spaces as well as loud co-working areas for social activities. Mentioning this, the social aspect was very prominent during the discussions in the startup communities. Entrepreneurs wish to work with peers that share their interests and help each other out, which can only be achieved in a good co-working atmosphere. Thus, shared kitchens and communal areas for open discussions were wished for as well as hosting of in-house events like investor-meetings, pitch-evenings, after-work-drinks, mentoring talks; all organised by the co-working space operator.
The atmosphere of the co-working space should be warm and friendly, which could be achieved by plenty of daylight, proper artificial lights, plants or a garden. Due to the often long-working hours, the entrepreneurs wished for extra-comfortable chairs, height-adjustable desks, bar tables, a quiet room, where one could take a nap, mini fridges or kitchen facilities, showers, which are cleaned by professional cleaning service. Furthermore, some of the entrepreneurs would want to have a full-catering with breakfast, tea and a late lunch, organised by the co-working space operator.

Some Background Info

Open, inspiring spaces for creative and entrepreneurial people, is the idea behind the relatively new phenomenon of co-working spaces. The first co-working spaces emerged in the late 90s or early 2000ers, but the concept only gained significant momentum after the subprime crisis 2009. In 2010 there were approximately 600 co-working spaces around the globe, today there exist over 3500.
In the early stage, this was a rather US based trend, with co-working spaces being perceived as hip and cool for Silicon Valley’s startups. Now entrepreneurs, digital nomads or even large companies seek the creative atmosphere of a co-working spaces, not only in the US or Europe, but around the world. You can take a look at the evolution of co-working here.  The sharp increase of 583%, regarding the number of co-working spaces, is correlated with many factors such as a higher demand for short-term rental flexibility, economic instability, increasing rents in metropolitan areas and the newly emerged startup culture, with startups being the main users of co-working spaces. These shared office-communities offer various amenities with different pricing structures, which makes this newly emerged market still very heterogeneous. Thus it is important from a developer’s or landlord’s point of view to exactly know what aspiring entrepreneurs really want in a co-working space.

End Note

A co-working space is a conceptual tightrope walk, because entrepreneurs wish on the one hand that they can work quietly on their own and on the other hand the want a vibrant community, which offers social activities. The separation by quiet, loud and community space alone, requires a relatively large amount of space, which must be completely furnished. The organisation of relevant social activities like mentoring, pitches, hackathons or conferences requires a certain involvement and knowledge of the co-working space operator with the local startup scene. Due to uprising entrepreneurial community around the globe it can be stated that co-working will not fade away but increase heavily, which offers great business opportunities for the real estate industry or entrepreneurs.

 

 

 

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