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Die Studie “Global Evolving Workforce”, welche Dell und Intel vom Marktforscher TNS zwischen Juli-September 2014 erarbeiten liessen, fasst die aktuellen Trends in der Arbeitswelt vor dem Hintergrund der technologischen Entwicklung zusammen. Befragt wurden 4.764 Vollzeitkräfte von kleinen, mittleren und großen Unternehmen in zwölf Ländern, sechs Branchen sowie drei öffentlichen Sektoren. In Deutschland wurden insgesamt 500 Personen befragt.

 

Home Office Productivity 2014

 

Die Studie hat eine Reihe von wichtigen Trends identifiziert, die zeigen, wo und wie Mitarbeiter die Auswirkungen digitaler Technologien auf das persönliche und berufliche Leben sehen. Außerdem werden Vorhersagen über die weitere Entwicklung der Automatisierung getroffen:

 

* One Size Doesn’t Fit All – Differenzierung ist gefragt Wo und wann auch immer sie arbeiten, verwenden Mitarbeiter heute meist mehrere Geräte statt nur einem. Die Hälfte der Desktop-Anwender arbeitet auch mit anderen Geräten, und diejenigen, die für die Arbeit entweder ein Tablet oder ein 2-in-1-Notebook benutzen, verwenden diese stets in Verbindung mit weiteren Devices. Der Einsatz von Tablets und 2-in-1-Systemen nimmt zu, und zwar besonders bei Führungskräften und in den Schwellenländern. Grundsätzlich erwarten Mitarbeiter von ihren Arbeitsgeräten vor allem Performance; für 81% der Befragten ist sie das wichtigste oder zweitwichtigste Kriterium (in Deutschland 74%).

 

* Das Büro bleibt der zentrale Arbeitsplatz – Mitarbeiter arbeiten zwar an verschiedenen Orten, dennoch bleibt das Büro der primäre Ort der Arbeit. 79% der Angestellten verbringen zumindest einige Zeit im Büro (Deutschland 75%). Weltweit gaben 35% der Befragten an, im Durchschnitt zwei Stunden pro Woche an öffentlichen Orten zu arbeiten. Außerdem arbeiten Mitarbeiter durchschnittlich vier Stunden pro Woche an externen Standorten, beispielsweise im Büro von Kunden. Weitere fünf Stunden pro Woche arbeiten sie von zu Hause aus und 29 Stunden pro Woche im Büro.

Allerdings sind im Büro Ablenkungen ein Thema. Im Innendienst Beschäftigte meinten zwar, am besten in einem Büro an ihrem Schreibtisch arbeiten zu können (76%), aber 48% gaben an, dabei häufig unterbrochen zu werden (Deutschland 44%). Fast 20% tragen im Büro Kopfhörer (Deutschland 10%), und der Anteil verdoppelt sich bei denjenigen, die sich häufig gestört fühlen.

 

* Produktivität von Büro- und Remote-Arbeitern – 52% der Befragten glauben, dass Mitarbeiter im Home Office genauso produktiv oder sogar produktiver arbeiten als die Mitarbeiter im Büro (Deutschland 49%). Von denjenigen, die tatsächlich zu Hause arbeiten, meint auch die Hälfte, hier produktiver sein zu können als im Büro (Deutschland 42%).

Es gibt klare Vorteile für die Arbeit zu Hause: 30% der im Home Office Tätigen sagen, sie bekommen mehr Schlaf (Deutschland 21%), 40% fahren weniger Auto (Deutschland 9%) und 46% empfinden weniger Stress (Deutschland 36%). Aber es ist auch nicht alles rosig im Home Office: Auch hier gibt es Ablenkungen, beispielsweise durch Ehepartner, Kinder, Eltern und Haustiere. Für die Fitness ist das Home Office kein so guter Platz: 20% der Mitarbeiter gaben an, dass sie, wenn sie von zu Hause aus arbeiten, weniger trainieren (Deutschland 12%), und 38% essen mehr nebenbei (Deutschland 34%).

 

Home Office - Health

 

* Arbeits- und Privatleben vermischen sich – Technische Innovationen erlauben es Mitarbeitern, flexibler zu entscheiden, wann und wo sie ihren beruflichen Verpflichtungen nachkommen. 64% der Befragten nehmen zumindest hin und wieder außerhalb der Geschäftszeiten Arbeit mit nach Hause. Bei Arbeitnehmern in den Schwellenländern wird zunehmend erwartet, zu Hause erreichbar zu sein: 83% von ihnen gaben an, dass sie zu Hause geschäftliche E-Mails lesen. Im Vergleich dazu sind es in den entwickelten Ländern 42% und in Deutschland 38%.

 

* Zufriedenheit von Mitarbeitern lässt sich mit Technologie beeinflussen – Jeder vierte Mitarbeiter gab an, dass er in Betracht ziehen würde, eine neue Position zu übernehmen, wenn dort Technologie zur Verfügung gestellt würde, die seinen Anforderungen entspricht (Deutschland 18%). Vor allem Mitarbeiter in Führungspositionen und in Schwellenländern machen einen Verbleib beim aktuellen Arbeitgeber oder einen Wechsel von der Verfügbarkeit optimaler Technologie abhängig.

46% der befragten Arbeitnehmer gaben an, dass Technologie ihre Produktivität erhöht und sie in die Lage versetzt hat, schneller zu kommunizieren. Einige haben aber auch das Gefühl, dass sie durch Technologie in ihrer Produktivität und auch in ihrer Karriere behindert werden.

 

* Die Zukunft der Technologien am Arbeitsplatz wird optimistisch eingeschätzt – Im Allgemeinen sind die Mitarbeiter hinsichtlich der Zukunft des Technologieeinsatzes am Arbeitsplatz optimistisch. Sie glauben, dass deren Weiterentwicklung Vorteile und neue Möglichkeiten für die Beschäftigten mit sich bringen wird. Sie glauben jedoch nicht, dass sich die Art und Weise, wie die Menschen arbeiten, grundlegend ändern wird. Sie nehmen beispielsweise an, dass in Zukunft die Spracherkennung die Tastatur verdrängen wird (92%), dass Tablets die Notebooks vollständig ersetzen (87%), dass alle Computer mit Gesten gesteuert werden (87%) und dass Tastaturen und Mäuse generell obsolet werden (88%).

 

Derartige Fortschritte werden den Menschen am Arbeitsplatz aber nicht ersetzen. So denken nur 34%, dass ihre Arbeit noch zu ihren Lebzeiten in vollem Umfang automatisiert werden wird. In Deutschland sind nur 25% dieser Auffassung.

Durch Veränderungen des Arbeitsplatzes werden Aufgaben vermehrt zu Hause, bei Kunden, im öffentlichen Raum oder in Verkehrsmitteln erledigt, so dass die Mobilität Priorität erhalten hat. Dabei spielen mobile Technologien und alternative Interfaces eine immer größere Rolle. Notebooks, Tablets, Mobiltelefone, 2-in-1-Computer, Thin Clients und Desktop-Virtualisierung haben für eine beispiellose Vielseitigkeit in der IT gesorgt.

 

Um die unterschiedlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter besser zu verstehen und die richtigen Umgebungen und Technologien für ein produktives Arbeiten zur Verfügung zu stellen, sollten Führungskräfte, IT-Verantwortliche und Mitarbeiter der Personalabteilung daher auf folgende Punkte achten:

* Passende Arbeitsumgebung – Für die jeweiligen Aufgaben sind geeignete Technologien bereitzustellen, was den Einsatz mehrerer Geräte umfassen kann;

* Reibungsloser Zugang – Mitarbeiter brauchen heute problemlosen Zugriff auf Unternehmensdaten und -Anwendungen von jedem Gerät, überall und zu jeder Zeit;

* Sicherheit – Es muss sichergestellt werden, dass nicht nur alle BYOD-Geräte bekannt und geschützt sind, sondern auch, dass die Benutzer und ihr Zugang zu Informationen verwaltet und gesichert werden;

* Unterschiedliche Umgebungen – Mitarbeiter brauchen mehr Flexibilität, um zu entscheiden, wann und wo sie ihre beruflichen Verpflichtungen erfüllen; Arbeitgeber müssen entsprechende Werkzeuge für die bevorzugten Umgebungen zur Verfügung stellen.

 

Hier bekommen Sie die detaillierten STUDIENERGEBNISSE und die INFOGRAFIK

 

 

 

 

 

 



Arbeiten von zuhause aus wird immer beliebter, egal ob bei Sekretärinnen oder Geschäftsführern. Viele von ihnen arbeiten entweder ganz oder teilweise im Home Office. Abgesehen von einigen Wenigen, die immer noch fürchten, dass dadurch Geschäftsbeziehungen verkümmern oder unsere Arbeit weniger produktiv sei, ist die wachsende Mehrheit der Arbeitgeber in den USA davon überzeugt, dass dieses Arbeitsumfeld die Arbeitswelt der Zukunft positiv beeinflusst.

Home Office Grafik MS 171114Quelle: bitkom

 

Zuhause arbeiten ist ein Luxus – aber auch hier gilt es, möglichst gut und konzentriert zu arbeiten, um Erfolg zu haben. Egal wie oft Sie von zuhause arbeiten, sei es einmal im Monat oder auch täglich, beachten Sie dazu die nachfolgenden Tipps, und Sie werden mit dem Ergebnis äußerst zufrieden sein.

1. Schaffen Sie sich einen klar definierten Arbeitsraum

Ziemlich sicher wäre es keine gute Idee, von Ihrem Bett aus zu arbeiten, weil Sie vermutlich dabei einschlafen. Oder im Wohnzimmer vor dem Fernseher, so dass Sie anstatt zu arbeiten lieber fernsehen würden. Die Bezeichnung „Home Office“ hat einen guten Grund und legt bereits nahe, was wichtig ist: bestimmen Sie dafür einen Bereich (es muss kein ganzes Zimmer sein), in dem Sie ungestört und ohne äußere Ablenkung arbeiten können.

2. Kleider machen Leute: ziehen Sie sich so an, als wären Sie im Büro

Vielleicht finden Sie die Idee klasse, im Schlafanzug arbeiten zu können. Sich jobtauglich zu kleiden obwohl Sie zuhause arbeiten, hat aber eine große psychologische Wirkung: Es stellt Ihr Gehirn auf „Arbeitsmodus“ und verhindert, dass sie vor lauter Entspannung nicht in Gang kommen. Und spätestens bei der nächsten Videokonferenz machen Sie so auch einen deutlich besseren Eindruck. Was uns gleich zum nächsten Punkt führt…

3. Verwenden Sie verschiedene Kommunikationsformen

Telefongespräche oder E-Mails, Textnachrichten oder Chat, jeder hat seine ganz eigenen, persönlichen Vorlieben, um mit anderen Kontakt aufzunehmen und zu pflegen. Als Telearbeiter ist es wichtig, alle Formen gut zu beherrschen und die zur Situation passende Kommunikationsform auszuwählen. So kann es je nach Sachlage besser sein, eine E-Mail zu schreiben statt zu telefonieren, genauso wie es sinnvoller sein mag, statt Nachrichten zu verschicken eine Videokonferenz abzuhalten. Wählen Sie also bewusst aus, für welche Kommunikationsform Sie sich entscheiden und seien Sie offen für verschiedene Wege.

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Das Büro in der Garage, Quelle: Webseite der t3n

 

4. Legen Sie feste Arbeitszeiten fest und halten Sie sich daran

Seien Sie streng zu sich selbst und setzen Sie feste Anfangs- und Endzeiten für Ihren Arbeitstag fest, die Sie auch konsequent einhalten. Es geht nicht nur darum sicherzustellen, dass Sie eine bestimmte Anzahl von Stunden arbeiten, wenn Sie genau um acht Uhr starten und um fünf Uhr aufhören. Feste Arbeitszeiten schaffen die Grundlage dafür, die Ihnen zur Verfügung stehende Zeit bestmöglich zu nutzen. Zudem ist eine klare Abgrenzung zwischen Arbeitsleben und Privatleben insbesondere für die Arbeit von zuhause aus enorm wichtig, damit Sie mental gesund bleiben.

5. Schreiben Sie sich täglich Aufgabenlisten

Um konzentriert auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten ist es hilfreich, sich eine tägliche Aufgabenliste zu erstellen. So können Sie selbst kontrollieren, wie erfolgreich Sie Ihre Arbeit machen, auch wenn Sie dies zuhause tun. Setzen Sie sich kritisch damit auseinander, welche Priorität die einzelnen Aufgaben haben und legen Sie fest, was bis zum Ende des Tages erledigt sein muss. Dann, am Ende Ihres Arbeitstages, überprüfen Sie, welche Aufgaben Sie erledigen konnten, und welche nicht. Daraus ergibt sich dann wieder die Planung für den nächsten Tag und eröffnet Ihnen die Möglichkeit, die eigene Leistung zu bewerten und Ihre Aufgaben konsequent zu organisieren.

6. Machen Sie Pausen

Genauso wichtig wie das Tragen passender Kleidung ist es, Pausen einzulegen, – so wie Sie das auch im Büro machen würden. Auch aus diesem Grund ist ein klar definierter Arbeitsbereich von Vorteil: in der Pause verlassen Sie Ihren Arbeitsplatz und können sich an einem anderen Ort erholen, zum Beispiel in der Küche oder im Wohnzimmer. Eine Pause gibt Ihnen die Möglichkeit, den Kopf wieder freizubekommen und manche Dinge aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten, so dass Sie anschließend mit neuer Energie an Ihre Aufgaben gehen können.

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Home Office mit Strandgefühl, Quelle: toxel.com

 

7. Vermeiden Sie Ablenkungen durch Familie oder Freunde

Diese Regel ist vielleicht etwas verwirrend: Sie sollen Ihre Familie natürlich nicht ignorieren, wenn Sie gebraucht werden. Aber machen Sie aus der Arbeit im Home Office keine Gruppenveranstaltung. Setzen Sie auch hier klare Grenzen und bitten Sie die Familie oder Freunde, Sie so zu behandeln, als wären Sie tatsächlich im Büro. Ansonsten laufen Sie Gefahr, Ihre Aufgaben aus den Augen zu verlieren.

8. Pflegen Sie regelmäßig persönlichen Kontakt mit Ihren Kunden und Kollegen

Trotz aller Möglichkeiten, die uns moderne Kommunikationsmittel bieten: der persönliche Austausch ist immer noch ein sehr wichtiges menschliches Bedürfnis. Falls Sie dauerhaft von zuhause arbeiten, sollten Sie Ihre Kunden und Kollegen regelmäßig persönlich treffen, zum Beispiel beim Lunch. Oder Sie richten sich einen festen Tag pro Woche ein, in dem Sie vor Ort im Büro sind und den persönlichen Kontakt aufrechterhalten.

9. Schaffen Sie sich eine tägliche Arbeitsroutine

Die Bezeichnung Routine hat oft einen negativen Beigeschmack im Sinne von langweilig, lästig und ermüdend. Ein klar strukturierter Arbeitsablauf hingegen ermöglicht Ihnen, sich in die Arbeit zu vertiefen und verbessert Ihre Konzentrationsfähigkeit. Ein Beispiel: am Morgen bearbeiten Sie Ihre E-Mails (wenn Sie mögen, können Sie dabei auch noch etwas frühstücken) und erstellen anschließend Ihre tägliche Aufgabenliste. Wenn Sie das jeden Morgen tun, wird es Ihnen immer leichter fallen, in den „Arbeitsmodus“ überzugehen. Auf die gleiche Weise können Sie Ihre Pausen in ihren Arbeitstag einbetten.

10. Belohnen Sie sich selbst

Wenn Sie Ihre Arbeit gut machen, verdienen Sie eine Belohnung. Machen Sie sich zum Beispiel eine frische Tasse Kaffee, sobald Sie eine komplizierte Aufgabe erledigt haben. Oder legen Sie eine verlängerte Pause ein, nachdem Sie eine besonders schwierige Herausforderung bewältigt haben. Kleine Belohnungen über den Tag verteilt, honorieren Ihre Leistung und steigern nachweislich Ihre Motivation. Die Möglichkeiten, sich bewusst etwas Gutes zu tun, sind im Home Office wesentlich größer als in der Firma – also nutzen Sie diesen Vorteil!

Wenn Sie diese Regeln beachten, werden Sie alle Annehmlichkeiten genießen können, die Arbeiten von zuhause aus ermöglicht, ohne dass Sie dabei Ihre Motivation oder Produktivität opfern müssen. Denn Wohlbefinden und Kreativität sind eine wichtige Grundlage dafür, unser Potenzial ganzheitlich zu aktivieren.

Quelle: www.inc.com; 10 great habits for working at home by jayson demers

 

 

 



Keine Mailflut im Urlaub, nie wieder Anrufe vom Chef nach Feierabend: Eine knappe Mehrheit der Bevölkerung wünscht sich von der Politik eine klare Anti-Stress- Verordnung, wie sie zurzeit von Regierung und Gewerkschaften diskutiert wird. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Forsa- Umfrage mit über 1.000 Befragten im September 2014, die die Krankenkasse DAK in Auftrag gegeben hat. 52 Prozent der befragten Deutschen sprechen sich demnach für eine rechtlich verbindliche Lösung gegen Arbeitsstress aus. Vier von zehn Deutschen lehnen jedoch eine derartige Regelung ab.

Anti-Stress-Verordnung

Für eine erfolgreiche Burnoutprävention empfiehlt es sich, die eigene Zeit gut zu planen und die richtigen Prioritäten zu setzen. Wer sportliche Betätigung, Freunde treffen oder “Zeit für sich selbst haben” der Arbeit immer hintenanstellt, geht gesundheitliche Risiken ein, wie zum Beispiel psychosomatische Symptome oder ein Erschöpfungssyndrom. Für diejenigen, die Arbeit mit nach Hause nehmen, ist Zeitmanagement besonders wichtig. Wichtig ist, sich einen Tag in der Woche komplett freizuhalten, an dem keinerlei Büroarbeiten zu Hause erledigt werden. Nur so finden Sie Abstand von der Geschäftigkeit.

Befürworter: Stress führt zu Erkrankungen

Bei den Befürwortern sind 86 Prozent für eine verbindliche Verordnung, da Stress aus ihrer Sicht zu körperlichen und psychischen Erkrankungen führt. 70 Prozent geben an, dass die Belastung durch E-Mails und Anrufe nach Feierabend stark zugenommen habe. „Die Stressbelastung im Job ist für viele Menschen offensichtlich ein wichtiges Thema“, sagt Experte Frank Meiners von der DAK-Gesundheit. „Es bleibt abzuwarten, ob und wie die Politik dieses Thema angeht. Wichtig ist ein Appell an die Arbeitgeber, die vorhandenen Möglichkeiten der betrieblichen Gesundheitsförderung schon jetzt stärker zu nutzen.“

Kritiker: Probleme selbst regeln

Vier von zehn Deutschen lehnen eine „Anti-Stress-Verordnung“ ab. Unter den Kritikern erklären 83 Prozent der Befragten, Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten die Probleme selbst regeln. Knapp Zweidrittel meinen, eine pauschale Regelung werde der unterschiedlichen Belastung und Belastbarkeit der Beschäftigten nicht gerecht. Jeder Dritte sagt, dass aus seiner Sicht die Belastung durch E-Mails und Anrufe nach Feierabend ohnehin nur gering sei.

Mit der diskutierten Verordnung sollen die Arbeitgeber verpflichtet werden, Schutzmaßnahmen gegen körperliche und psychische Erkrankungen zu treffen. Bereits vor der Sommerpause hat die Bundesregierung in Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion jedoch ausgeschlossen, dass ein solches Vorhaben zeitnah umgesetzt wird: “Für eine eigenständige Verordnung liegen derzeit noch keine hinreichend konkreten Gestaltungsanforderungen vor.”

 

 

 



Die ArbStättV feiert im Jahr 2015 ihr 40-jähriges Bestehen. Das Arbeitsstättenrecht wird erneut novelliert und dem Wandel der Arbeitswelt angepasst. Die wohl bedeutendste Änderung der Novellierung ist die Übernahme die Inhalte der BildscharbV in die Arbeitsstättenverordnung, Doppelregelungen werden aufgelöst. Die BildscharbV wird mit dem in Kraft treten der geänderten ArbStättV aufgehoben. Damit erhält jeder Arbeitgeber ein konsistentes und in sich stimmiges Vorschriftenwerk zum Arbeitsschutz.

Paragraph 509-14 ArbStättV
Der Koalitionsvertrag vom 16. Dezember 2013 sieht vor, das Thema „psychische Belastungen der Beschäftigten bei der Arbeit“ bereichsbezogen in die geltenden Arbeitsschutzverordnungen – damit auch in die ArbStättV – zu übernehmen. Die Bundesregierung verfolgt damit vor allem das Ziel, die Sicherheit und den Gesundheitsschutz der Beschäftigten weiter zu stärken. In der ArbStättV wird dazu der § 3 „Gefährdungsbeurteilung“ ergänzt. Damit sollen sowohl die physische als auch die psychische Gesundheit Berücksichtigung finden, die durch Lärm oder störende Geräusche, schlechtes Raumklima, räumliche Enge, unzureichende Wahrnehmung von Signalen und Prozessmerkmalen, unzureichende Ergonomie und Softwaregestaltung bei der Bildschirmarbeit sowie schlechte Beleuchtung zu Belastungen führen können.

Eine weitere Erneuerung ist im Bereich Telearbeit erfolgt, nicht zu verwechseln mit mobilen Arbeitsplätzen. Telearbeitsplätze sind Bildschirmarbeitsplätze, die im Privatbereich betrieben werden und an denen Beschäftigte regelmäßig arbeiten. Telearbeitsplätze müssen deshalb mit der Betriebsstätte des Arbeitgebers über Informations- und Kommunikationseinrichtungen verbunden sein. Telearbeit wird vor allem im Wechsel zwischen Betriebsstätte und der privaten Wohnung (alternierende Telearbeit) ausgeübt. Der Arbeitgeber ist für die Einrichtung und Gestaltung der Bildschirmarbeitsplätze an Telearbeitsplätzen verantwortlich, insbesondere für die zur Verfügung gestellten Arbeitsmittel. Unter Telearbeit sind keine Heimarbeitsverhältnisse im Sinne des § 2 Absatz 1 des Heimarbeitsgesetzes zu verstehen.

Nachdem in der letzten Version der ArbStättV die Sichtverbindung aus Arbeitsräumen nach außen zu unbestimmt war, wird dieser Paragraph angepasst. Zur Klarstellungwird die grundsätzliche Anforderung der Sichtverbindung nach außen in Arbeitsräumen wieder in die ArbStättV aufgenommen,  Ausnahmen für sehr große Arbeitsräume, Kaufhäuser, Einkaufszentren mit Verkaufsräumen, Schank- und Speisegaststätten, spezielle ärztliche Behandlungsräume sind wieder genau definiert.

In die ArbStättV neu aufgenommen werden konkrete Regelungen zu Absturz. Der ASTA hat eine Gefährdung in der Arbeitsstätte ab einer Absturzhöhe von 1 m ermittelt. Dies wird in die ArbStättV übernommen. Auch werden künftig Anforderungen an erforderliche Schutzeinrichtungen, die ein Abstürzen von Beschäftigten an Arbeitsplätzen und Verkehrswegen auf Baustellen verhindern sollen, geregelt.

Der Bundesrat hat die Änderungen zur ArbStättV unter der Drucksachen-Nr.  509/14 vom 30.10.2014 veröffentlicht.

 

 

 

 

 



Die Orgatec war auch in diesem Jahr wieder eine gute Gelegenheit, in kurzer Zeit einen umfassenden Überblick über News und Trends der Arbeitswelten zu erlangen. Wir haben uns mit Kunden umgesehen und für Sie eine kurze Zusammenfassung erstellt – aber sehen Sie selbst…

 

 

 

 

 



Der folgende Beitrag vom Verfasser in der Augsburger Allgemeinen ist ein erster Versuch, den Dornröschenschlaf der schönen, aber doch konservativen Stadt Augsburg zu beenden. Insbesondere die zahlreichen starken Mittelständler hinken der Entwicklung noch etwas hinterher. Aber lesen Sie selbst…

 

AZ Beitrag Dr. Wagner

 

Das PDF vom Presse-Clipping laden hier herunter.

 

 

 

 



Deutschland als Veranstaltungsland ist gefragter denn je, und das weltweit. Belegt wird dies durch die aktuelle Studie der International Congress & Convention Association (ICCA), die internationale Verbandskongresse weltweit erfasst und die Top-Platzierung Deutschlands als europaweiter Spitzenreiter für internationale Kongresse bestätigt. Mit einem Zuwachs von 11,2 Prozent hat Deutschland den Abstand zu den USA als erstplatziertem Standort deutlich verringert. Eine Vielzahl an deutschen Tagungs- und Kongressdestinationen, angeführt von der Hauptstadt Berlin, hat zu diesem sehr guten Ergebnis beigetragen.

 

Geschäftsreisen Deutschland

 

Ein Vergleich der Mitbewerber zeigt einen weiteren Erfolg: Deutschland ist Wachstumsgewinner unter den führenden Standorten im Jahr 2013 und konnte seinen weltweit zweiten Platz nicht nur verteidigen, sondern den Abstand zu den USA als erstplatzierter Destination erneut deutlich verringern. Damit setzt sich der positive Trend des Vorjahres fort. Für die ICCA-Statistik wurden in Deutschland 722 internationale Verbandskongresse gezählt: 11,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Die USA kommen auf 829 Kongresse, Spanien konnte seinen weltweit dritten Platz mit insgesamt 562 gezählten Veranstaltungen verteidigen.

Matthias Schultze, Geschäftsführer des GCB German Convention Bureau e.V., erklärt den Trend: „Die wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Kompetenzen, die hervorragende Infrastruktur und das sehr gute Preis-Leistungs-Verhältnis sind die wichtigsten Faktoren, mit denen der Standort Deutschland im vergangenen Jahr seinen europäischen Spitzenrang sichern und ausbauen konnte“. Das CGB hat es sich zur Aufgabe gemacht, Deutschlands Spitzenposition als nachhaltiger Kongress- und Tagungsort zu sichern und weiter auszubauen.

Insbesondere für Veranstaltungen im Bereich Technologie und Innovation bietet Deutschland ideale Voraussetzungen. Ein Beispiel ist die „World Publishing Expo 2013 (IFRA Expo & Conference)“ in Berlin mit rund 8.500 Teilnehmern. Darüber hinaus gehören Themen aus dem Kompetenzfeld Medizin und Gesundheit ebenso dazu wie die Bereiche Energie und Umwelt.

Über 30 Städte in Deutschland zählen zu den seit Jahren beliebtesten Tagungsorten. Angeführt von der Hauptstadt Berlin, weltweit auf dem fünften Platz, gefolgt von München, Hamburg, Dresden und Frankfurt am Main.

Die besondere Struktur Deutschlands trägt wesentlich zu diesem Erfolg bei. Mit seinen vielen urbanen Zentren in allen Regionen steht Veranstaltungsplanern in Deutschland eine ungewöhnlich große Auswahl an Destinationen zur Verfügung. Diese bieten internationalen Veranstaltern mit ihren wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Kompetenzen hervorragende Möglichkeiten für Tagungen und Kongresse.

VALUE FOR WORKPLACES: Die mobiler werdende Arbeitswelt trägt verstärkt zu dieser Entwicklung bei – wirtschaftlich für die lokalen Unternehmen in Deutschland ein sehr wichtiger Aspekt, um hier Anknüpfungspunkte zu finden!

Quelle: Ausgabe Magazin germanwings September 2014
Mitverfasser: Marcella Schneider, Dr. Wagner & Partner

 

 

 



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